Der Absturz vom Goldpreis

Der Goldpreis ist innerhalb von zwei Tagen von 1588 Dollar auf zeitweise nur noch 1327 Dollar eingebrochen. Dabei wurde am Montag mit über minus 9 Prozent der höchste Tagesverlust von Gold seit zig Jahren verbucht.

Was hat das zu bedeuten?

Als erstes einmal, daß auch der Goldpreis wie jeder andere an der Börse gehandelte Wert manipuliert werden kann. Gezielt gestreute Gerüchte, wie der Kommentar eines US Notenbankers, dass die Zeit des quantitative easing möglicherweise enden könnte (bloß wann? nicht in den nächsten zwei Jahren meiner Meinung nach) oder das Gerücht, Zypern müsse seine Goldreserven verkaufen. Dabei hat Zypern wohl nur wenige Tonnen Gold, deren Verkauf den Preis in normalen Zeiten vielleicht um 5 bis 10 Dollar an einem Tag gedrückt hätte.

Ach ja, noch mal was zum US Notenbanker und der US Notenbank FED. Die FED ist in Privatbesitz, wobei JP Morgan und Goldman Sachs die größten Anteile daran haben. Glaubt wirklich jemand daran, dass Notenbanker der FED unabhängig sind gegenüber den Besitzern ihres Arbeitgebers??? Damit besitzen JP Morgan und Goldman Sachs uneingeschränkte Finanzmittel und einen Informationsvorsprung, den sie in Kooperation mit der Fed auch zu solchen Manipulationen nutzen.

Es zeigt sich dabei, daß diese Gerüchte gestreut wurden um ein wenig Unsicherheit zu erzeugen, denn dann kam die Charttechnik dazu. Mit dem gezielten Bruch der Unterstützungslinie bei 1550 Dollar wurden erste Stopp-Loss Verkäufe ausgelöst. Dies haben die Shortseller genutzt um den Abwärtstrend zu verstärken und auf die nächste Unterstützungszone von 1480 Dollar zu bringen. Das hat man natürlich an einem Freitag getan, denn dann wurde eine bärische Wochenkerze im Goldchart erzeugt und so Handeslsysteme, welche auf Wochenschlußkurs Daten basieren am Montag dazu gebracht, den Abwärtstrend dann vollends in einen Crash zu verstärken. Auch sogenannte Margin Calls dürften am Wochenende zuhauf bei Goldanlegern eingetroffen sein. Auch hier musste panikartig am Montag liquidiert werden, was an Gold bzw. Derivaten darauf im Depot lag.

Warum wurde manipuliert?

Zusammenfassend kann man sagen, daß dies ein Lehrbeispiel dafür ist, wie man einen Crash bei einem Wert oder Index verursachen kann. Adressen wie Goldman Sachs oder JP Morgan sind jederzeit in der Lage solch einen Crash auszulösen. Der Grund dafür könnte gewesen sein, dass sich die physische Auslieferung von Gold in den letzten Monaten zu stark in den Lagerbeständen bei JP Morgen oder der Comex bemekbar gemacht hat. Einen Lieferausfall konnte man sich aber auf keinen Fall erlauben.

Wenn bekannt würde, daß es gar nicht so viel physisch vorhandenes Gold gibt, wie gehandelt wird, dann würde der Goldpreis extrem ansteigen. Da dies aber von den Regierungen und Finanzmärkten als Krisenfaktor gesehen wird, der das Vertrauen in das Papiergeld untergräbt, darf ein solcher Anstieg niemals passieren.